Christian Wirmer


Christian Wirmer präsentiert einen Theatermonolog nach dem Roman von Jon Fosse

Den diesjährigen Preis der Stadt Münster für Internationale Poesie erhalten der Norweger Jon Fosse und sein deutscher Übersetzer Hinrich Schmidt-Henkel. Aus diesem Anlass präsentiert der Schauspieler Christian Wirmer Jon Fosses Roman „Morgon ok kveld“ (2000) / „Morgen und Abend“ (dt. Übersetzung Hinrich Schmidt-Henkel 2001) in Form eines Prosamonologs. Elke Heidenreich über diesen kleinen Roman, in dessen Mittelpunkt der einfache norwegische Fischer Johannes steht: „Vermutlich hat es in den letzten Jahren kein traurigeres, aber zugleich auch fröhlicheres, tröstenderes Buch gegeben über den Morgen des Lebens und den Abend des Todes.“ Fosses kunstvoll rhythmisierte Sprache berühre tief, schreibt das „Darmstädter Echo“ über die Premiere: „Wirmer spürt ihrer Melodie, ihrem Rhythmus nach, bringt das Schweigen, die Stille zum Klingen. Wunderbar einfach, schlicht und selbstverständlich schafft Wirmer auf diese Weise einen Imaginationsraum, in dem das einfache Leben des einfachen Fischers Johannes zu einer großen Erzählung wird.“

Christian Wirmer stammt aus Münster, lebt heute in Darmstadt und spielte am Staatstheater Hannover, am Theater Basel und am Staatstheater Darmstadt. Gastrollen führten ihn unter anderem an die Zeitgenössische Oper Berlin, die Staatsoper Hannover, die Staatsoper Stuttgart und das Schauspielhaus Bochum. Zur Zeit spielt er vor allem Soloprogramme auf kleinen Bühnen und außerhalb der Theater.


Christian Wirmer | Der gebürtige Münsteraner besuchte die Westfälische Schauspielschule Bochum. Fast 20 Jahre spielte er in festen Ensembles. Heute lebt er als freischaffender Schauspieler in Darmstadt.

Christian Wirmer beherrscht wie Fosse die Kunst der Reduktion. […] [D]ie Musikalität der Sprache [wird] zum zentralen Ausdrucksmittel. Wirmer spürt ihrer Melodie, ihrem Rhythmus nach, bringt das Schweigen, die Stille zum Klingen. Wunderbar einfach, schlicht und selbstverständlich schafft Wirmer auf diese Weise einen Imaginationsraum, in dem das einfache Leben des einfachen Fischers Johannes zu einer großen Erzählung wird.

Thomas Janssen

Christian Wirmer
Christian Wirmer | © privat