<div class="row"> <div class="col-md-6"> <h1> Thomas Kunst </h1> <div class="bodytext"> <p>&nbsp;</p> <p>ICH DACHTE ERST, ICH HÄTTE MICH VERLESEN:<br /> Gedichte endlich mal auf Deutschlandttour.<br /> Die Stadien ausverkauft, als wären nur<br /> Die neuen Spitzenkönner dagewesen.<br /> Ich wußte aber, es ist ausgeschlossen,<br /> In all die Städte gleichzeitig im Heli<br /> Zu fliegen, zwischen Reudnitz und Neu-Delhi.<br /> Es gab auch Festivals in Telz bei Zossen.<br /> Die Dunkelzonen und verzweigten Gänge,<br /> Das Delta filigraner Schotterschneisen,<br /> Gewebefalten und Verwehungsscherben.<br /> Bei Dichtern mit Niveau gibt es Gesänge.<br /> Ich brauche nicht mehr in die Welt zu reisen,<br /> Um endlich zu begreifen, daß die Alten - </p> <p><sub><i>aus: bisher unveröffentlicht<br /><br />Gedichtbände, zuletzt: <br /> Die Arbeiterin auf dem Eis. Gedichte und Briefe. (2013)<br /> Legende vom Abholen. Gedichte. (2011)<br /><br /> <a href="http://www.thomaskunst.de">www.thomaskunst.de</a></i></sub></p> </div> <div> <hr /> </div> <div class="bodytext"> <p><i><b class="bioname">Thomas Kunst</b> | Geboren 1965 in Stralsund. Er lebt in Leipzig und ist seit 1987 in der Deutschen Nationalbibliothek sowie als Schriftsteller und Musiker tätig. Meraner Lyrikpreis 2014.&nbsp;</i></p><div class="einzelspalte"><p><i><br /></i> </p> <p><i> Mitunter verliert man sich […] in den sprachlichen Bildern und Beschreibungen von Thomas Kunst, allerdings immer auf wunderbare, auf angenehme Art und Weise. Die Gedichte bleiben bis zu einem gewissen Grad rätselhaft – und doch ist man zutiefst berührt, ja, begreift man ganz und gar die Emotion, die zwischen den Zeilen steht. <br /><br /> Martin Becker</i></p></div> </div> </div> <div class="col-md-6"> <figure> <img class="image" alt="Thomas Kunst" width="400" height="400" src="/fileadmin/_processed_/2/d/csm_kunst_8444f6b109.jpg" title="Thomas Kunst" /> <figcaption>Thomas Kunst | © Mayjia Gille</figcaption> </figure> </div> </div>