Raoul Schrott

Raoul Schrott
Raoul Schrott | © Peter-Andreas Hassiepen

Arthur Jacobs

Arthur Jacobs
Arthur Jacobs | © Kathrin Harms


Das Gehirn-und-Gedicht-Projekt:

Raoul Schrott und Arthur Jacobs in Lesung und Gespräch


Warum können wir uns beim Lesen so sehr in ein Buch vertiefen, dass wir die Welt um uns vergessen? Warum gehen uns Reime ein Leben lang durch den Kopf, und warum schlagen Metaphern manchmal ein wie der Blitz? Raoul Schrott hat auf der Suche nach den Geheimnissen des Gedichts die neuesten wissenschaftlichen Spuren aufgenommen. Zusammen mit Arthur Jacobs, der seit vielen Jahren die neurobiologische Basis der Sprache erforscht, arbeitet er die Überschneidungen zwischen elementaren Stilmitteln der Literatur und elementaren Prozessen im Gehirn heraus. Überall auf der Welt braucht man für die Lektüre einer Gedichtzeile ungefähr drei Sekunden - das entspricht der Kapazität unseres neuronalen Arbeitsspeichers. Metaphern sind das Produkt neuronaler Verknüpfungen, deren Mechanismen bereits sehr weit erforscht sind. Poetik und Neurobiologie illustrieren sich gegenseitig. Raoul Schrott führt uns anhand vieler Beispiele aus unterschiedlichsten Epochen vor, wie wir denken, warum wir es so tun, wie wir es tun – und wie daraus Dichtung entsteht.

Buchveröffentlichung:
Arthur Jacobs / Raoul Schrott: Gehirn und Gedicht.
Wie wir unsere Wirklichkeiten konstruieren. München: Carl Hanser 2011